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My real story- wie ich meinen Traum aus dem Nichts erschuf

Guten Morgen zusammen! In einer meiner insta stories habe ich ja schon angekündigt, dass ich ein bisschen von meiner schwierigen Vergangenheit erzähle. Heute ist es soweit.

Das erfordert jetzt gerade meinen ganzen Mut, euch das zusammen zuschreiben, aber wenn ich nur einer Person mit meiner Geschichte Mut machen kann, dann weiss ich, dass es das wert ist!

Momentan befinden wir uns ja in einer schwierigen Zeit und viele kämpfen um ihre Existenz, nicht nur beruflich, sondern auch privat.

Und diesen Kampf kenne ich nur zu gut. Wenn Menschen sagen, früher hatten wir wenig, kann ich sagen, wir hatten fast nichts. Wirklich, wir kratzten die letzten Pfennige aus den Ritzen des Sofas zusammen um uns ein Brot zu kaufen.

Wenn der Ausflug mit der Schule anstand, war die Überlegung dort mitzugehen oder neue Winterschuhe und eine neue Winterjacke zu kaufen. Deswegen kann ich Ängste was das Überleben angeht, absolut nachvollziehen.

Ich bin in einem Haus aufgewachsen mit 4 älteren Brüdern, einem Vater, der dem Alkohol verfiel und einer Mutter, die immer für unser Überleben kämpfte. Vor allem nachdem unser Vater sich das Leben genommen hat. Ich war damals 9 Jahre alt, als ich mitbekam, wie das Geld immer Mangelware war und meine Mutter mehrere Jobs annahm um uns mit Mühe und Not über die Runden zu bekommen.

Sie arbeitete sich die Hände wund und den Rücken kaputt. Wenn sie nach Hause kam, war sie müde, ich sah es in ihren Augen, aber dennoch hatte sie immer ein Lächeln für mich übrig, half mir bei den Hausaufgaben und hörte zu. Egal wie müde sie war.

Ab und an um zeit mit ihr zu verbringen begleitete ich sie auf ihre Reinigungsjobs, die sie abends machte.

Da ich viel alleine zuhause war, lernte ich schon früh zu kochen, die Hausaufgaben zu erledigen und aufzuräumen.

Damals dachte ich noch Geld sei etwas Schlechtes, weil es uns immer fehlte. Und wenn man Geld verdient, muss man es hart verdienen.

Das Gefühl im Bad zu sitzen und den Gesprächen zu lauschen, bei denen meine Mutter versuchte mit Gläubigern zu reden, die ihr Geld wollten, da mein Vater uns einen Riesen Berg Schulden hinterließ, liegt jetzt noch wie ein Stein in meinem Magen. Momente wie diese bewegten mich dazu, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Einen Job zu erlernen, der mir Spass machte und den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Geld zu verdienen, einmal im Jahr in den Urlaub zu fliegen und Schuhe nicht nur zu kaufen, wenn die alten kaputt sind.

Also machte ich Praktika und Ausbildungen, um herauszufinden, was ich, bis ich in Rente gehe, arbeiten möchte.

Die Ausbildung auf einer privaten Grafik Design Schule war definitiv das, was mir Spass machte. Dafür musste ich Bafög beantragen, Anträge ausfüllen und mein Kindergeld wurde ebenfalls für die Gebühren und die Arbeitsmaterialien verwendet.

Ich gehörte dort nicht hin, das merkte ich sofort. Ich war keines der privilegierten Kinder die mit den Finger schnippten und eine komplette Ausstattung an allen Arbeitsmaterialien besassen. Um euch das ein bisschen verständlicher zu machen: Ein Set von 12 Stiften kostete ca 70€ und 12 Farben genügten leider nicht für die meisten Projekte. Spezielles Papier, ein Aquarell Kasten, Pinsel etc. Ihr könnt euch vorstellen, dass eine Grundausrüstung für mich mehr bedeutete als für jeden anderen in der Klasse. Und ich alles hütete wie meinen Augapfel. Ich besass kein Auto, keinen Führerschein wie alle anderen aus meiner Klasse.

Der Mac mit dem ich arbeitete machte meine Mutter möglich, ich weiss nicht wie, damals verstand ich vieles noch nicht so gut wie jetzt.

Aber ich hielt durch, ich hatte Talent und der Spass an der Schule vertrieb auch kurz das Gefühl dort fehl am Platz zu sein.

Ja man kann alles werden was man möchte, auch wenn man nicht aus guten Kreisen kommt, konnte mich das noch nie stoppen. Ich schätze vieles eben mehr Wert, weil ich weiss wie lange man dafür arbeiten muss.

Als ich entschied mehr in die Fotografie Richtung zu gehen fehlte mir natürlich die Kamera. Und Marcus kaufte damals die erste Canon Mark 2 mit der ich nicht nur Urlaubsbilder machte, sondern eben auch die ersten Hochzeiten fotografierte. Wenn Marcus nicht gewesen wäre, wäre vieles anders gelaufen. Ich hätte nie an die Liebe geglaubt, hätte nicht begonnen zu fotografieren und hätte mich auch nicht selbständig gemacht.

Vieles ist Schicksal und ich glaube daran, dass jeder von uns zu einen bestimmten Zweck auf dieser Welt ist.

Du kannst also immer entscheiden aufzugeben, oder aufzustehen, den Schmutz von dir abzuklopfen und weiter zu machen. Egal wie viele Steine dir in den Weg gelegt werden, egal aus welchen Kreisen du kommst und was deine Vergangenheit war. Es ist nicht deine Zukunft! Denn die bestimmst du selber!

xoxo, Julia

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