Julia Basmann Photography » Portrait- und Hochzeitsfotografie

Wann soll ich meinen Job kündigen um in meine Selbständigkeit zu starten?

Meine lieben Hochzeitsfotografinnen, dieser Blogpost heute ist für euch. 

Heute geht es bei mir um das Thema: wann sollst du deinen Hauptjob kündigen um deine Selbständigkeit weiter zu verfolgen?

Ich erzähle euch mal wie das bei mir so ablief und ich denke ihr könnt aus meinen Fehlern lernen und somit schneller an euer Ziel kommen.

Was ich dazu sagen muss, ich habe mich dank Marcus für den Beruf der Hochzeitsfotografin entschieden. 

Ja Marcus ist der Grund warum ich wieder an die Liebe glaube, weil ich sie selbst erfahren habe. Weil ich geliebt werde.

Dazu werde ich einen Blogpost verfassen, wer den gerne lesen möchte sollte unbedingt mal wieder hier reinschauen.

Mein Weg

Ich habe eine Ausbildung zur Mediengestalterin in Bild und Ton gemacht. Viele Jahre lang hatte mir das auch Spass gemacht. 2013 habe ich die erste Hochzeit meines Lebens fotografiert, die Freundin, natürlich umsonst. Denn ich wollte erstmal schauen ob das überhaupt so alles klappte. Nach und nach kamen Anfrage rein, ich brate eine Facebook Seite und Homepage auf. Ich merket, dass mir das ganze auch viel mehr Spass machte, als mein Hauptberuf.

Also reichte ich nach 7 Jahren in meinem Hauptberuf schweren Herzens die Kündigung ein. Die Leute dort waren einfach toll und ich habe mich eher wie in einer Familie gefühlt. Aufgehoben.

Bevor ich aber vollkommen auf meine Jobs angewiesen war, habe ich habe mir natürlich einen kleinen Job gesucht, ich wollte nicht ganz ins offene Messer rennen. Und so viele Jobs hatte ich im ersten Jahr nicht die meine Kosten hätten decken können. Wichtig war mir, dass meine Krankenversicherung abgedeckt war und um wenigstens Kosten wie die Miete zu bezahlen. 

Diesen Job hatte ich ein Jahr lang. In der Zeit war ich auch Kleinunternehmerin. Dann habe ich diesen Job, Gott sei dank auch an den  Nagel gehängt, er hatte definitiv etwas mit Fotografie zu tun. Allerdings nichts mit meiner Arbeitsweise und mich Vollzeit auf meine Fotografie gestürzt. 

Und Ladies ich sag es euch, ich wünschte ich hätte mehr Geld zur Seite gelegt. Die Investitionen waren gross, ein neuer Rechner musste her, weiteres Equipment etc. Die Weiterbildungskosten waren hoch,  da ich mir ja alles beibringen musste was Marketing, Kundenbindung meine eigene Webseite bauen angeht. 

Ich kann euch das nur mit auf den Weg geben. Denn jeder möchte erst einmal Geld von euch. Ich mache keine Witze. 

Wenn mir damals jemand gesagt hätte wie ich es richtig mache, wäre ich froh gewesen, so musste ich in super eurer Zeit schnell wachsen. Meine ganze Energie in meine Selbständigkeit stecken, was mich auch nahe an den Burnout gebracht hat. Denn meine Miete, Auto und alles andere wollte ja bezahlt werden, immerhin hatte ich mich ja auch daran gewöhnt etwas zu essen auf dem Tisch zu haben. Und Urlaube wollte ich auch nicht streichen. Wenn man einen bestimmten Lebensstandard hat will man den auf keinen Fall aufgeben. Und für mich war es keine Option darauf zu verzichten. Ich wollte ja mehr haben als mit meinem 14000€ netto Gehalt was ich in meinem alten Job verdiente. Um Gutes zu tun, was weg zu sparen, das Leben zu geniessen. ich geh ja nicht nur arbeiten um meine Rechnungen zu bezahlen.

Also baut es euch in Ruhe auf ihr habt ja das Ziel vor Augen, dass ihr dann kündigen könnt, aber bringt eure Familien und eure Existenz nicht in Gefahr in dem ihr ohne Geldpuffer startet. 

Allein das Thema Krankenversicherung war bei mir sehr an der Schmerzgrenze. Ich hätte 800€ bezahlen sollen. Monatlich. MONATLICH! Verdien das erstmal im Winter um es für eine Versicherung auszugeben, die ich vielleicht 2x im Jahr benötigt habe. 

Ihr könnt euch ja ein Datum als Ziel setzten und dann alles geben um bis dahin das erreicht zu haben, dass ihr einen sanftem Übergang habt. 

Was ich gleich gemacht hatte: mir einen tollen Steuerberater geholt, der mich in allem beraten hat und mir immer Zwischenstände gibt wie viel ich auf der Seite haben muss zwecks Nachzahlungen und Vorauszahlungen.

Meine Tipps für euch

Ich würde dir folgenden Tipp geben:

  • Bleibe in deinem Hauptjob bis du Geld zur Seite gelegt hast um 3-6 Monate ohne Einkünfte zu überstehen. Das nimmt die schon den Druck Geld verdienen zu müssen vor allem wenn du eine Familie hast, die auf dein Einkommen angewiesen ist.
  • nimm nur Kunden an die deine Traumkunden sind, denn du hast ja einen Hauptjob und dir kann ja nichts passieren, wenn du Kunde XY ablehnst weil er nicht zu deinen Traumkunden zählt, so kannst du dir nämlich schneller einen tollen Kundenstamm aufbauen und bist nicht auf jeden Job ,den du gar nicht annehmen möchtest angewiesen, weil er eben Geld bringt
  • verlange Preise wie wenn du schon selbständig bist, natürlich steigert sich der Preis mit der Erfahrung, die du sammelst und dem Service den du bietest, denn wer sagt dass deine Zeit weniger wert ist und so kannst du dir schnell einen guten Puffer aufbauen
  • spare Geld weg von allem was du einnimmst, denn die Krankenversicherung, Eqipumentversicherung, Rentenversicherung, Beträge der BG ETEM, der IHK, etc. Steuer mit (Einkommensteuer, Gewebsteuer und Umsatzsteuer, Vorauszahlungen, Nachzahlungen) warten auf dich sobald du dich selbständig machst, kein Witz! 
  • hol dir einen guten Steuerberater der nicht nur seinen Job macht sondern dich auch berät und unterstütz. Viele schauen nicht weiter als ihre Aufgaben und das kann dich schnell mal in den finanziellen Ruin treiben
  • lege dir von allem was du verdienst 50% weg, als Sicherheit für Steuer und Investitionen

Lern aus meinen Fehlern, hör gut zu, denn somit kommst du schneller an dein Ziel. Auch wenn du gerade das Gefühl hast, dass dein Hauptjob dich nervt, seh ihn als sicheres Fangnetz während du gerade etwas ausprobiert und verteufel ihn nicht.

Es ist immer einfach die Schuld auf den Job zu schieben, warum man keine Zeit habt, die Dinge zu machen die dir Spass machen, wie z.B. die Fotografie. Aber statt Netflix zu schauen kannst du auch an deinem Traum weiterarbeiten.

Ich bin ja immer der Meinung #babessupportbabes und deswegen erzähle ich euch meine Geschichte, damit ihr daraus lernt und diese Steine nicht in euren Weg gelegt werden. 

Ich freu mich wenn ihr den Blogbeitrag teilt oder mir auch schreibt wenn ihr Fragen dazu habt.

<3 Julia  

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