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Heiraten in Zeiten von Corona, Erfahrungsberichte von Brautpaaren

‘Wir wuenschen allen Heiratswilligen, die sich trauen in Corona Zeiten zu heiraten, alles Gute und können euch versprechen, dass “kleine” Hochzeiten so viel intimer und emotionaler sein koennen und ewig in Erinnerung bleiben werden. ‘

Liebe Heiratswilligen in Corona Zeiten,Wir haben letztes Jahr mitten in der Corona Zeit im September in einem kleinen Kreis von 30 Personen auf dem Hof Leutenecker gefeiert. Wir gehören eher zur Sorte der “schnell entschlossenen” sodass wir mit nur einer Planungsphase von 3 Monaten gefeiert haben, was bei der kleinen Anzahl an Gästen und der richtigen Auswahl der Dienstleister absolut machbar ist. Aufgrund Corona hatten wir leider zu diesem Zeitpunkt eine kleine Einschränkung beim Standesamt, sodass nur 10 Personen als Gäste akzeptiert wurden, natürlich mit entsprechendem Mund-Nasen-Schutz und den geltenden Abstandsregeln. Anschließend feierten wir wie gesagt auf dem Hof Leutenecker und wurden von unserer lieben Fotografin Julia begeleitet. Wir können eine so intime Hochzeit in kleinem Rahmen jedem wärmsten empfehlen. Man hat am Tag selbst wirklich ausreichend Zeit sich mit jedem zu unterhalten, es wird sehr schnell “eine” Gesellschaft aus den Gästen und die Stimmung ist sehr emotional und intim. Und zusätzlich darf man natürlich nicht vergessen, dass es auch etwas weniger Planung und Organisation bedeutet. Aber auch wir haben leider von Tag zu Tag immer gehofft, dass nicht noch weitere zusätzliche Beschränkungen aufkommen und wir unsere Feier wirklich so durchführen können wie wir uns es vorgestellt haben. Das war dann bis zur letzten Minute doch sehr aufregend. Wir hatten aber wirklich großes Glück, und wir hätten uns am Ende keine schönere Feier vorstellen können.Und zu guter letzt macht wie gesagt vor allem die richtige Auswahl der Dienstleister eine Hochzeit erst perfekt – und da zählt Julia absolut dazu. Sie hat uns auf unserem Weg von Anfang an begleitet, uns die Vorbereitungszeit mit kleinen Überraschungspaketen versüßt und eine großartige Stimmung an der Hochzeit selbst verbreitet. Nicht nur wir, sondern auch unsere Gäste waren von Julia total begeistert. Und das Wichtigste – das Endresultat – die Fotos – sind einfach großartig geworden :-).Wir wünschen allen Heiratswilligen, die sich trauen in Corona Zeiten zu heiraten, alles Gute und können euch versprechen, dass “kleine” Hochzeiten so viel intimer und emotionaler sein können und ewig in Erinnerung bleiben werden.

Nadine & Lennard

‘Und zwar wollten wir wegen „uns“ heiraten und nicht nur wegen eines „Festes“ mit einer grossen Gaestezahl, einer „Pinterest-Style-Deko“ und einer feuchtfroehlichen Party bis in den fruehen Morgengrauen. ‘

Erfahrungen und Tipps von Julias erster Corona-Braut

„Schreibe doch bitte ein paar Zeilen, wie es war unter Corona-Bedingungen eine Hochzeit zu veranstalten. Am besten welche, die noch bevorstehenden Brautpaaren Mut machen.“ Mit dieser Bitte kam Julia vor ein paar Tagen auf mich zu und natürlich konnte ich sie nicht abschlagen, schließlich helfe ich gerne wo ich kann. Aber jetzt sitze ich hier und starre auf das geöffnete Dokument und suche Worte. 

Normalerweise gehen mir nicht so schnell die Worte aus. Aber wie soll ich ermutigende Worte finden für zukünftige Brautpaare, die gerade ein Gefühlsbad erleben von Ratlosigkeit, Verzweiflung, geplatzten Träumen, unerfüllten Wünschen sowie Sorge und Angst möglicherweise verantwortlich für eine Corona-Infektions-Hochzeit zu sein oder zu werden. Das sind Gefühle, die sollten ein so großartiges Ereignis wie eine Hochzeit nicht überschatten. Aber dennoch tun sie es, spätestens seit Frühjahr dieses Jahres. 

Auch mein Mann Jens und ich haben dieses Gefühlsbad in all seinen Stärken und Höhen und Tiefen mitgemacht! Wir waren schließlich bereits topp vorbereitet für unsere bevorstehende Hochzeit im Juni 2020. Nach unserer Verlobung in Stockholm an Neujahr 2019 haben wir uns sofort in die Hochzeitplanphase gestürzt. Gut ich bin ehrlich, vor allem „ich“ habe mich in diese Phase hineingeworfen, schließlich wusste ich bereits, dass der Erfolg eines Hochzeitstages auch maßgeblich von den Dienstleistern abhängig ist, die man auswählt. Und um diese Auswahl noch zu haben und auch die passendsten Dienstleister für sich zu finden, musste man einfach früh dran sein. Und das waren wir: Festscheune, Catering, DJ, Stylistin, Übernachtungsmöglichkeiten, Floristin, Fotografin (Bei Julia hätten wir wohl keinen Tag später dran sein dürfen ;-))…  – alles war gebucht und zwar bereits ein sehr gutes Jahr im Voraus. 

Jens und ich sind beide Vereinsmenschen und können somit nicht nur Feste feiern, sondern veranstalten einfach auch gerne Parties mit viel Tanz, Musik, gutem Essen. Daher freuten wir uns beide auf ein großes ausgelassenes Fest.  Wir haben viele Freundeskreise und auch unsere Familie ist zwar nicht übermäßig groß, aber da man ja auch nicht unbedingt Tanten, Onkels usw. im Vornhinein auslädt, wäre unsere ursprünglich geplante Hochzeitsgesellschaft schon auf rund 120 Gäste gekommen. 

Mit dem „Gomaringer Schloss“ hatten wir selbst bereits ein Standesamt gefunden, das von der Lage ideal mittig zwischen unseren Herkunftsregionen aus Esslingen und dem Zollernalbkreis gelegen war und in das tatsächlich alle über 100 Gäste während der Trauung reingepasst hätten. Denn Jens und ich sind pragmatisch veranlagt und für uns war der Hochzeitstag der Tag an dem das „Ja zueinander“ standesamtlich beurkundet wurde. Daher war uns klar wir wollten nur einen „großen“ Tag und brauchten dafür keine zusätzliche „Show-Zeremonie“ (O-Ton Jens 😉 ) in der Kirche oder in Form einer freien Trauung. 

Tja, und dann kam das Jahr 2020, das unser persönliches Highlightjahr werden sollte. Im Februar stand noch mein 30.Geburtstag an und hier konnte glücklicherweise noch das „Reintanzen“ stattfinden. Doch nur 4 Wochen später hieß es bereits: Lock Down! Das Coronavirus ist da! 

Vieles konnte plötzlich nicht mehr stattfinden. Die Arbeit wurde komplett ins Home-Office verlagert. Kurzarbeit stand bei uns beiden an. Überall wo es nur geht wurden Kontakte eingeschränkt. Feste wurden abgesagt und auch erste Trauungen durften nur noch zu zweit und mit Mund-Nasen-Schutz durchgeführt werden. WUMMS! Da steht man plötzlich da Mitte März und zählt die Tage bis zu seiner eigenen Hochzeit durch. Während weltweit die Situation immer tragischer wurde, die Sterblichkeitsraten anstiegen und ein Land nach dem nächsten den Ausnahmezustand ausrief und die Grenzen schloss, sitzt man in seinen eignen Vierwänden und ist natürlich betroffen, hat Angst, macht sich Sorgen über die Zukunft aber denkt auch – und das ist nicht egoistisch, sondern ich fürchte in der Situation auch eine vollkommen normale Reaktion: Warum hätte das nicht erst nach unserer Hochzeit passieren können?! 

So erging es auch uns. Auch wenn wir beide zunächst noch recht optimistisch eingestellt waren, im Sinne: Bis Juni wird es sich wieder gebessert haben. Nahm von Woche zu Woche die Sorge zu: Was, wenn bei unserer Hochzeit das Coronavirus zuschlägt? 

Nun ist es natürlich auch so, dass eine Hochzeit nicht gerade aus der Portokasse zu bezahlen ist und so stellte sich für uns auch schnell irgendwann die Frage, nicht nur ob man die Verantwortung tragen möchte, sondern auch ob es mit den ganzen Corona-Verordnungen und Hygieneauflagen überhaupt noch „unser Fest“ sein würde. Würden die Gäste überhaupt kommen wollen? Würden die Gäste „feiern wollen“ und „ausgelassen sein wollen“? Würden wir „ausgelassen“ sein können und den Tag genießen können oder wäre er überschattet von Ängsten und Sorgen?

Als schließlich im April in Baden-Württemberg bis zum 15.06.2020 ein Veranstaltungsverbot ausgerufen wurde, wussten wir es ist Zeit die Reißleine zu ziehen. Wir waren unglaublich unglücklich, denn unsere Hochzeit war für den 13.06.2020 geplant. Das Verbot traf uns also, wegen 2 Tagen!  Obwohl wir optimistische Personen sind, hatten wir kaum Hoffnung, dass die Regierung diese Corona-Bedingten Regelungen vorzeitig nochmal lockern würden. Also nahmen wir schweren Herzens das kostenfreie Kündigungsrecht der Festscheune an und sagten unsere „große“ Scheunen-Hochzeit schweren Herzens ab. Selbst wenn es noch Lockerungen des Veranstaltungsgebots gegeben hätte, waren wir uns einig, dass in dieser Location keine ausgelassene Feier möglich sein würde – denn nach wochenlangen AHA-Regel-Einbläuen der Regierungen, waren wir uns sicher, dass die meisten Gäste sich bevorzugt draußen aufhalten wollten, statt drinnen eng an eng zu sitzen. Aufgrund der Nachtruhe-Vorgaben war dies in der ursprünglich geplanten Hochzeitslocation leider nicht so leicht umzusetzen. Somit sagten wir schweren Herzens ab. 

Nichts desto trotz führten mein Mann und ich an diesem Absage-Wochenende lange und tiefe Gespräche, die die gesamte Gefühlspalette von Verzweiflung, Wut und Traurigkeit wiederspiegelten. Aber schließlich kamen wir beide zu dem Entschluss, dass es nichts daran änderte, dass wir beide trotzdem in diesem Jahr heiraten wollten. Und zwar wollten wir wegen „uns“ heiraten und nicht nur wegen eines „Festes“ mit einer großen Gästezahl, einer „Pinterest-Style-Deko“ und einer feuchtfröhlichen Party bis in den frühen Morgengrauen. Ich kann nur sagen, zu diesem Zeitpunkt haben mein Mann und ich uns unglaublich nah zueinander gefühlt. Wir hatten auch davor schon schwierige Zeiten und Situationen, die uns zusammengeschweißt haben – aber dieser Moment, wenn du plötzlich vor der Entscheidung stehst, ob du deine gemeinsame Hochzeit absagst und diese Entscheidung aus beider Seiten voller Überzeugung triffst, verbindet unglaublich. Und genau das war vermutlich auch das Band, das uns die Stärke geben hat auf der einen Seite uns von unserer gedanklichen „1.Traumhochzeit“ zu verabschieden und uns auf der anderen Seite einen „Plan B“, – bzw. am Ende reichte er sogar bis „Plan G“ – zu überlegen. 

1,5 Jahre Hochzeitsvorbereitungszeit wurden in einem Schlag über den Haufen geworfen, als wir den Entschluss fasten, wir sagen das große Hochzeitsfest ab! Parallel warteten wir aber auch ab, wie sich die Situation weiterhin entwickelt, denn wir wollten nach wie vor das „Beste“ aus dem 13.Juni machen und die Hochzeit sowie vielleicht auch eine kleine Hochzeitsfeier durchführen. Das bedeute also wir malten uns innerhalb von 8 Wochen verschiedene Hochzeitszenarien aus und hofften darauf, dass auch die ein oder anderen Dienstleister dann noch mitspielten. 

Da sich an unserem Entschluss zu heiraten nichts geändert hatte, war ich persönlich froh, dass wir einigen Dienstleistern nicht absagen mussten. Auch wenn wir letztendlich nur zu zweit heiraten würden, würden wir dennoch diesen Moment mit professionellen Fotos festhalten wollen und auch sollte man uns als Brautpaar erkennen, somit würden wir uns dennoch in Brautkleid und Anzug werfen und entsprechend Styling und Floristik benötigen. Wir sind sehr froh, dass wir diesen meist kleinen Unternehmen bzw. Selbstständigen damit helfen konnten und nicht dazu beitrugen, dass auch unser „Auftrag“ wegen Corona gecancelt wurde. 

Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, es war auch äußerst interessant zu beobachten, wie unsere eigentlich geplanten Gäste auf unsere Hochzeits-Absage reagierten. Die meisten waren betroffen und zeigten größtes Verständnis – aber ein paar wenige reagierten auch gar nicht bis komisch auf unsere Absage, das uns letztendlich zeigte, eine Hochzeitgästeliste sollte eigentlich viel genauer unter die Lupe genommen werden. Es gibt sie immer die „2. oder 3.Wahl“-Gäste, bzw. die „Wir laden sie mal aus Anstand ein“-Gäste, bei denen man sich wirklich mal genau überlegen sollte, ob der Tag wirklich mit diesen Gästen steht und fällt? Letztendlich ist es einfach so, dass der Tag eh an einem vorbeizieht und man hat nicht die Gelegenheit allen Gästen gleichviel Aufmerksamkeit zu schenken, geschweige denn etwas von ihnen mitzubekommen. Je kleiner eine Hochzeitsgesellschaft am Ende ist, umso intimer ist das Fest schließlich auch und desto mehr hat man von jedem einzelnen seiner Gäste. 

Ebenfalls heute, sechs Monate nach unserem Hochzeitstag betrachtet, sagen Jens und ich beide, dass es irgendwie eigentlich ein glückliches Schicksal war, dass unser Hochzeittag anders verlief, als wir ihn ursprünglich mal geplant hatten. Aber man muss auch dazu sagen, wir hatten riesiges Glück!! Riesiges Glück, dass das Veranstaltungsverbot doch zum 09.06. – also 4 Tage vor unserem Hochzeitstag gelockert wurde und mit entsprechendem Hygienekonzept in öffentlichen Gaststätten kleine private Feiern wieder möglich waren. 

Glücklicherweise hat ein sehr guter Familienfreund eine öffentliche Gaststätte, die wir sehr, sehr kurzfristig mieten konnten, um somit die geltenden Auflagen der Landesregierung zu erfüllen. Im Rahmen dieses Hygienekonzeptes war es möglich in der Gaststätte mit fast 40 Personen zu speisen und auch bis Mitternacht zusammenzusitzen. Da die Gaststätte zudem einen großen Garten hat, konnten wir uns ebenfalls ziemlich lange draußen aufhalten. Beide Bereiche dekorierten wir am Vortag bereits mit vielen Blumen und self-made Dekoration sowie vielen Lichterketten und Lampions. Diese kamen dann auch ordentlich zum Einsatz, denn glücklicherweise spielte das Wetter mit und wir konnten den lauen Sommerabend in ungezwungener Atmosphäre lange ausnutzen. 

Das einzige, das für uns „Tanzmäuse“ etwas hart war, war die Tatsache, dass Mitte Juni 2020 noch ein Tanzverbot in Baden-Württemberg bestand und wir somit nur einen kleinen Hochzeitstanz zu zweit veranstalten durften bei dem alle der Gäste im Abstand auf Ihren Stühlen sitzen mussten. In den bekannten Hochzeitsbewertungsshows aus dem Fernsehen hätte dieser Umstand sicherlich für Punktabzug gesorgt, wir jedoch haben uns davon nicht die gute Stimmung verderben lassen und sind sehr zufrieden, wie der Tag letztendlich gelaufen ist. Vermutlich auch weil wir uns immer bewusst waren „das was bis dahin geht, geht und machen wir“ und „was nicht geht oder erlaubt ist, versaut uns den Tag trotzdem nicht“. Ich muss sagen, diese Einstellung macht es am Ende wirklich leicht den Hochzeitstag entspannt und immer mit einer gewissen „Flexibilität“ anzugehen. 

Ein weiterer vorher ungeplanter Entspannungsfaktor war auch, dass ich mich anders als ursprünglich im „Traumhochzeits-Zeitplan 1“ vorgesehen, am Hochzeitstag bei meinen Eltern zu Hause in eine Braut verwandeln konnte. Im ursprünglichen Plan wären wir bereits in der Ferienwohnung der Hochzeitslocation gewesen, da wir diese abgesagt haben, konnte ich zu meinen Eltern und Jens richtete sich zusammen mit seinem besten Kumpel und Trauzeugen in unserer Wohnung. Für uns beide war dies unglaublich entspannend, da man sich auskannte und seine Liebsten im gewohnten Umfeld um sich hatte. Die „Getting-Ready“-Bilder von Julia in meinem „alten Kinderzimmer“ zählen heute sogar zu meinen Lieblingsbildern. Im ursprünglichen Hochzeitsplan, wäre dafür kaum Zeit gewesen und in einem fremden Gästezimmer wäre das Ergebnis sicherlich auch nur halb so emotional. ☺

Auch für den „Frist Look“ und das anschließende Brautpaarshooting mit Julia konnten wir uns im neunen Hochzeitsablauf viel mehr Zeit gönnen, denn Jens und die Trauzeugen mussten nicht noch parallel die Scheunendekoration koordinieren. Dieses Shooting hätte stressfreier und intimer wohl kaum stattfinden können und ich kann jedem einen „privaten First Look“ nur ans Herz legen. Der Moment „der 1.Blick deines Partners“ – allein, nur zu zweit (plus Fotografin ;-)), wenn Hair & Make-Up noch sitzt und du mit zittrigen Knien vor deinem zukünftigen Ehepartner stehst … dieses Gefühl ist einmalig und in meinen Augen viel intimer, als wenn dich über 100 Gäste beim Einmarsch „ganz weiß“ betrachten. Natürlich muss das jedes Brautpaar für sich selbst entscheiden, aber wir beide sind froh darüber diesen „First Look“ von Julia in einem intimen Moment auf Bildern festgehalten zu haben und dieses damalige Gefühl immer wieder beim Bilder-Anschauen zu erleben. 

Am Mittag ging es dann zur standesamtlichen Trauung weiter und auch hier sind wir froh, dass wir das Standesamt nicht noch gegen unser Wohn-Standesamt gewechselt haben, denn das Standesamt Gomaringen war unglaublich zuvorkommend und hat alles gegeben um trotz Corona-Einschränkungen uns eine tolle Trauung zu ermöglichen. Da wir die Trauung trotzdem im großen Dachboden-artigen Bürgersaal des Gomaringer Schlosses machen wollten, erlaubte uns die Standesbeamtin ein paar Tage zuvor, dass wir statt 10 Personen doch 30 Personen zur Trauung mitbringen durften, da im Bürgersaal entsprechend die Stühle mit 2 Metern Abstand gestellt werden konnten und alle Fenster zur Durchlüftung geöffnet blieben. Mit dieser Rückmeldung hatten wir so kurzfristig gar nicht mehr gerechnet, aber waren unglaublich dankbar, denn somit konnten neben unseren Eltern und Geschwistern auch unsere Großeltern und aller engsten Freunde an der Trauung teilnehmen. 

Als Jens und ich Hand in Hand den Bürgersaal betraten und sogar überraschenderweise mein Bruder doch unseren Wunschsong auf der Gitarre spielen und singen durfte und uns 30 Augenpaare anstrahlten, konnten wir beide unsere Tränen nicht mehr an uns halten. In diesem Moment ist die ganze Anspannung, die allgemeine Sorge, das Zittern um die Veranstaltungsregelungen und das nicht wirklich Planen können von uns beiden abgefallen und wir konnten den Tag einfach nur noch genießen und ihn bis ins kleinste Detail wahrnehmen. 

Es wurde ein Tag, der nicht glücklicher hätte verlaufen können! Wir hatten Glück den engsten Familien und Freundeskreis dabei zu haben. Wir hatten Glück, dass das Wetter mitspielte und wir uns somit so gut wie die ganze Zeit im Freien aufhalten konnten. Nicht nur am Abend bei der kleinen Feier sondern auch nach der Trauung konnte mit genügend Abstand ein gemütlicher Sektempfang im Schlosshof des Gomaringer Schlosses stattfinden, bei dem sogar noch ein paar Überraschungsgeäste vorbeischauten, die wir eigentlich auf Grund unserer stark eingeschränkten Gästeliste leider streichen mussten. 

Somit konnten wir letztendlich einfach nur glücklich sein, denn wir haben schnell gemerkt, dass eine Hochzeit nicht nur dann gut ist, wenn bis spät in die Nacht die Schuhe abgetanzt werden, sondern wenn vor allem die wichtigsten Menschen dabei sein können und vor allem gesund sind und bleiben. 

Das war unser größtes Glück! Dass auch 2 bis 3 Wochen nach unserer Hochzeit kein Corona-Fall irgendwo bei unseren Gästen aufgetreten ist und wir somit endlich auch den letzten Mini-Rest der Anspannung hinter uns lassen konnten. 

Es war auf jeden Fall insgesamt ein abenteuerlicher Start ins gemeinsame Eheleben und ich bin überzeugt, dass alle Corona-Brautpaare, die diesen Entscheidungsmarathon und diese Zitterpartien überstehen und dabei dennoch den Spaß am Heiraten nicht verlieren, auch wenn die Hochzeit nachher vielleicht ganz anders aussieht als ursprünglich mal geplant, dass diese Ehepaaren so schnell nichts aus der Bahn werfen kann! Daher mein Tipp an alle zukünftigen Corona-Brautpaare: Seid euch einfach einig und überlegt euch was für euch an einer Hochzeit das wichtigste ist! 

Ist euch der große Auftritt im Brautkleid wichtig vor vielen staunenden Hochzeitsgästen, dann verschiebt die Hochzeit! Aber am besten auf unbestimmte Zeit – denn ich persönlich hätte es mir furchtbar vorgestellt, die Zitterpartie auf ein anderes Datum auf Ende 2020 oder 2021 zu verschieben, wenn einfach nicht bekannt ist, ob und wie schnell sich die Corona-Situation ändern wird. Ich glaube nämlich dieses Zittern und Bangen macht einen irgendwann fertig und ich ziehe vor allen Brautpaaren meinen Hut, die von Frühling 2020 in Herbst 2020 verschoben haben und nun womöglich nochmal weiterschieben müssen. Meine Daumen sind so feste gedrückt, dass ihr hoffentlich noch ein tolles Hochzeitsfest feiern könnt und ihr vor allem eure Vorfreude auf diesen Tag einfach nicht verlieren werdet. 

Ist es euch in erster Linie wichtig, dass ihr JA zu einander sagt, dann sucht euch einen Hochzeitstag und nehmt ihn wie er kommt. Vielleicht habt ihr Glück und die Einschränkungen halten sich in Grenzen und ihr könnt trotzdem wenigstens ein kleines Fest feiern. Aber auch falls ihr nur zu zweit heiraten könnt, fällt euch sicherlich etwas ein, wie ihr diesen Tag trotzdem für euch perfekt machen könnt. Nehmt euch zum Beispiel mehr Zeit für das Brautpaarshooting: ihr seht euch als Braut und Bräutigam! Das ist ein unglaubliches Gefühl und es macht auch einfach Spaß 😉 Zumindest uns erging es so und es ist wunderschön, wenn man diese Gefühle auf Fotos für die Ewigkeit in Bildern festhalten kann. Ich bin überzeugt, die Bilder von Julia werden uns auch noch in einigen Jahren genau dieses Lächeln zurück ins Gesicht zaubern. Darum solltet ihr bei allen Hochzeitsplanungen – egal ob unter Corona-Umständen oder nicht -, einfach vor allem darauf vertrauen: dass ihr den Zauber eurer Hochzeit spüren und wahrnehmen werdet und dass der Hochzeitstag einfach gut wird! Und wenn ihr euch mit eurem Partner sicher seid und ihr beiden euch bei der Hochzeitsvorbereitung einig sein, ist doch das wichtigste für eine zauberhafte Hochzeit und ein glückliches Eheleben bereits erreicht! Oder nicht?  

Mit lieben Grüßen von Julias 1.Corona-Braut 

Marina

‘Aber am Ende haben wir entschieden, selbst wenn wir nur zu zweit heiraten koennten, wuerden wir es trotzdem machen. ‘

Wir hatten im Februar angefangen, unsere Hochzeit zu planen. Wir hatten uns den 10.10. als Datum ausgesucht, nicht nur, weil es ein tolles Datum ist, sondern weil ich auch eine persönliche Verbindung mit dem Datum habe. Unser Plan war, mit ca 80 Gästen zu feiern, nach der standesamtlichen Trauung sollte es in eine schöne Location gehen, mit allem drum und dran. Wir hatten dann schon einige Locations angeschaut, als der erste Shutdown im März kam. Am Anfang hatten wir noch gehofft, daß es mit der Hochzeit doch noch so klappt wie geplant, aber es wurde dann relativ schnell deutlich, daß es leider nicht so sein wird. Es folgte ein relativ langes hin und her, ob wir alles auf nächstes Jahr verschieben sollten, oder doch an dem Datum festhalten und dann aus den gegebenen Umständen das Beste machen. Eine große Hochzeit dieses Jahr konnten wir uns nicht mehr vorstellen, da wir auch einige liebe Menschen in Risikogruppen haben. Wir haben dann beschlossen, das Datum beim Standesamt zu behalten und den Sommer abzuwarten, wie sich alles entwickelt. Wir hatten einige Momente, in denen wir beinah alles abgeblasen hätten, in denen wir frustriert waren, vor allem, weil man das Richtige für alle tun wollte. Aber am Ende haben wir entschieden, selbst wenn wir nur zu zweit heiraten könnten, würden wir es trotzdem machen. Im September haben wir dann die Eheschließung beim Amt angemeldet und innerhalb von 5 Wochen unsere kleine Traumhochzeit organisiert. Das Kleid hatte ich vorsichtshalber schon im Sommer gekauft 🙂 Das Wichtigste bei der Planung war für uns, daß wir einen wunderschönen Tag mit unseren Liebsten verbringen können und an den wir uns immer gerne erinnern werden. Wir haben im Standesamt in Calw geheiratet und dann im Cafe im Kloster in Hirsau mit Sektempfang und Kaffee & Kuchen gefeiert. Uns war besonders wichtig, tolle Bilder von unserem Tag zu haben, eine bleibende Erinnerung. Trotz aller Corona Einschränkungen haben unsere Liebsten, die tollen Locations (vor allem die wunderschöne Kulisse der Klosterruine in Hirsau), die Überraschung daß wir im Café eine richtige Hochzeitstorte bekommen haben, und nicht zuletzt Julia dazu beigetragen, daß wir einen unvergesslich schönen Tag hatten!

Vera & Ben

‘Zu heiraten in solch schwierigen Zeiten gibt einem noch mehr das Gefuehl sich fuereinander bewusst zu entscheiden und schweisst noch mehr zusammen.’

Wir hatten wirklich eine intime Hochzeit mit den allerwichtigsten Menschen und hatten Zeit für alle und dass ohne anderen, die man nicht eingeladen, auf den Schlips zu treten- Essen und Party zu Hause voll entspannt und mit Hilfe und Unterstützung von Freunden- Unsere Nachbarn dadurch näher kennengelernt- konnte das erste Kleid, dass ich für 100€ erwischt hatte, doch noch anziehen- zu heiraten in solch schwierigen Zeiten gibt einem noch mehr das Gefühl sich füreinander bewusst zu entscheiden und schweisst noch mehr zusammen.

Musste zwar viel selbst machen, wir mussten Maske tragen im Standesamt und meine Trauzeugin und beste Freundin konnte nicht da sein wegen des Umdisponieren.

Wenn ihr plant eine Zoom Übertragung zu machen aus dem Standesamt heraus, geht sicher, dass ihr auch den Ton einschaltet 🙂
Gefreut haben wir uns aber über die spontanen Situationen, die entstanden sind und über die, für fast alle entspannte und stressfreie Hochzeit.

Der Tag war so wie er war perfekt, auch ein bisschen weil wir nichts erwartet haben und weil wir nach unzähligen Cocktails von der mobilen Bar auf unserer Terrasse morgens um 3 Uhr in unser eigenes Bett gefallen sind❤️
Und wir sind unsagbar froh, dass du dabei warst?Die Erinnerungen sind wunderschön!

Katharina & Dominic

‘Alles in allem koennen wir sagen, dass wir es nicht bereut haben in Corona Zeiten geheiratet zu haben.’

Wie beginnt man einen Erfahrungsbericht über einen der schönsten Tage im Leben in einem so wirren Jahr wie 2020? Mit den Ungewissheiten, mit den Umplanungen, mit den vielen Absagen der eingeladenen Gäste (insgesamt 24) oder eher doch mit den schönen Dingen, die dieser Umschwung mit sich brachte? 

Das Schicksal kommt im Leben mehrmals zu Besuch. Oh ja, und da war es im März 2020. Diese neue Infektion die so langsam auf die Welt zu rollte war für uns erstmal nicht wesentlich. Schließlich wollten wir im Oktober 2020 heiraten und bis dahin war ja noch viel Zeit. Es konnte sich also so viel noch ändern. 

Von Woche zu Woche änderten sich die Regelungen in allen Bundesländern bezüglich Schließungen von Geschäften, bis wann die Regelungen gelten etc. Und so wurde auch ich (Michele) unruhig. Können wir überhaupt feiern, wenn ja wann, mit wie vielen Gästen, was passiert mit den gebuchten Dienstleistern, was für Kosten kommen auf uns zu bei Verschiebung oder Absage, …  Dank unserer freien Rednerin und der lieben Julia wurden wir mit unseren Sorgen gut aufgefangen. Das Kredo lautete „Erstmal Füße stillhalten und abwarten. Wir können nur mit den uns betreffenden Regelungen arbeiten, wenn sie dann auch raus sind und das dauert noch.“ Solche Dienstleister im Rücken zu haben, die einem die Nervosität nehmen sind Gold wert!

Dieses Mantra „Füße stillhalten, abwarten, arbeiten mit dem was erlaubt ist“ begleitete uns dann bis September 2020. Wir planten alles weiterhin als gäbe es keine Regelungen – da es die bis dato ja auch nicht gab für Hochzeiten im Oktober 2020. Alle geplanten Gäste, 74 an der Zahl inkl. Kinder, wurden von uns eingeladen. Wir erwarteten von vornherein Absagen aufgrund der Corona Pandemie, da einige unserer Familienmitglieder zu Risikopatienten gehören. Wer verdenkt es Ihnen? Niemand, zumindest wir nicht – also muss man hier ganz locker an die Sache ran gehen. Ich würde als Risikopatient auch nicht wegen einer Familienfeier mein Dasein aufs Spiel setzen wollen ? Unsere Eltern sind ebenfalls Risikopatienten und diesen haben wir auch ganz klar gemacht, dass wir ihnen nicht böse sind, wenn sie nicht kommen würden. Aber welche Eltern lassen es sich nehmen die Hochzeit der eigenen Kinder zu besuchen? Also mussten wir uns Vorkehrungen zur Sicherheit und zum Schutz aller überlegen. Dazu gehörte: 

  • jedem Gast wurde sein eigenes Desinfektionsmittel von uns gestellt
  • jeder Gast bekam eine eigene Mund-Nasen-Bedeckung gestellt (falls die Gäste ihre eigene vergessen haben sollten)
  • jeder Gast hatte sowohl bei der Trauung als auch beim Fest einen festen Sitzplatz
  • an jedem Eingang (Trausaal/Trauzelt) wurde eine Desinfektionsstation errichtet 
  • und jeder Gast, der wollte konnte mit einer roten Schleife zeigen, dass er Abstand halten wollte. 

Zusätzlich zu all dem, haben wir eine WhatsApp Gruppe „Hochzeitsseelsorge“ mit all unseren Gästen gegründet. In welcher wir vorab schon darauf hingewiesen haben, dass wir bei den Gratulationen den Abstand wahren wollen und das sich bitte alle an die von uns verteilten AHA-Regelungen etc. halten mögen. Diese Gruppe wurde super angenommen und alle waren froh, vorab von uns schon informiert worden zu sein wie es abläuft, worauf zu achten ist und welche Vorkehrungen wir zu Sicherheit von allen getroffen hatten. Manchmal bin ich (Michele) sicher viel zu besorgt und ängstlich, aber gerade zu dieser Zeit war das genau das Richtige für uns und unsere Gäste. 

Dann kamen die verschärften Regelungen aufgrund einer Groß-Hochzeit (deklariert als Veranstaltung) die zum Corona Hotspot wurde. Ganz ehrlich? Wir waren stink sauer! Es waren nur noch 2 Wochen bis zu unserer eigenen Hochzeit und jemand der sich nicht an die Vorgaben hält (maximal 100 Personen bis dato) sprengt für alle anderen noch wartenden Paare eventuell die Feier. Wir hatten zuvor schon alles Erdenkliche getan, um nicht zu einer „Corona Hotspot“ Hochzeit zu werden und dann sowas. Das war der Punkt wo unser Geduldsfaden wirklich arg dünn wurde. Wir verstehen sehr gut, dass man gerne mit allen Lieben und Freunden feiern möchte, aber Rücksicht sollte in solch einer Zeit doch die oberste Priorität von allen sein und nicht „Nach uns die Sintflut“. 

Wir riefen direkt beim Amt, welches für unsere Lokation zuständig war, an und fragten dort nach was nun Sache war. Leider hätten wir uns diesen Anruf sparen können, denn die Mitarbeiter im Amt wussten selbst nicht wie nun vorzugehen war oder was nun galt. Also war warten angesagt und 2 Wochen vor der Hochzeit könnt ihr euch sicher vorstellen wie es sich anfühlt zu warten, ob man feiern darf oder nicht. Und wenn ja, mit wie vielen Gästen? Auch hier waren unsere Dienstleister unser Rückhalt, die die uns runterholten und uns Alternativen aufzeigten. „Wen es gar nicht anders geht feiert ihr freitags mit der einen Hälfte und samstags mit der anderen Hälfte.“ So simpel und für uns durch den Stress doch eine so weit entfernte Idee die von unserer lieben Traurednerin kam. Auch die Betreuerinnen unserer Lokation taten ihr möglichstes alles in Erfahrung zu bringen. Von Ihnen wurde uns abgenommen beim Amt anzurufen oder uns mit dem Bürgermeister in Verbindung zu setzen.

Unser Tag an sich verlief wirklich super. Alle Gäste haben sich an die kommunizierten Regeln gehalten und auch für „Corona“ Konforme Unterhaltung war gesorgt. Jeder Gast hatte seinen eigenen Kugelschreiber (diese dienten als Gastgeschenk) um z.B. Wünsche am Wunschbaum zu hinterlassen oder einen Fingerabdruck auf unserem Stammbaum. Für uns als Brautpaar gab es ebenfalls eine großartige Corona Konforme Überraschung. Wir durften auf der Terrasse unserer Lokation mit Bögen auf Wunscherfüller (Umschläge mit „Geschenken“ wie z.B. ein Abendessen bei XY) unserer Gäste schießen. Es hat sooo viel Spaß gemacht! Definitiv eins der Highlights des Tages. Wir hatten eigenes noch eine Feuer-Show organisiert, die sich ebenfalls gut in die Corona-Regelungen einbettete, da sie draußen an der frischen Luft stattfand. Ein paar Bedenken hatten wir tatsächlich bei der „Party“ – mit Maske tanzen ist schließlich nicht gerade angenehm. Ich kann jedoch alle Paare beruhigen unsere Gäste haben trotz Maske die Tanzfläche gerockt und das bis nachts um 3 Uhr! Wir waren selbst total baff, dass die Gäste das so lange mit Maske durchgehalten haben und dabei sind richtig einmalige Bilder entstanden (zu dieser Zeit gehört es nun mal dazu, dass die Maske auf den Bildern ist ?).

Alles in allem können wir sagen, dass wir es nicht bereut haben in Corona Zeiten geheiratet zu haben. Wir konnten bei allen Gästen während der Feier vorbeischauen und uns mit ihnen unterhalten, was bei 74 Gästen sicherlich schwer gewesen wäre bis hin zu unmöglich. Eine gute Kommunikation vorab mit Dienstleistern und den Gästen mit euren Vorstellungen, Wünschen und auch Ängsten und Bedenken ist das A und O. Seid ehrlich zu allem und jedem, kommuniziert eure Wünsche und lasst euch helfen. Eure Dienstleister sind froh, wenn ihr mit ihnen in Kontakt tretet und gemeinsam schaut wie ihr es organisieren könnt. Und vergesst eure Gäste nicht. Auch die sind froh, wenn sie vorab wissen wie es ablaufen wird und auf was sie achten sollen. Einige bieten sicher auch ihre Hilfe an – so hatten wir zu Beginn der Trauung eine „Zeremonienmeisterin“ (die Schwester meines Mannes), welche die Gäste zu ihren Plätzen gebracht hat und nochmal die Regelungen kurz erläutert hat (Mund-Nasen-Maske, Hände desinfizieren etc.). Behaltet immer im Kopf, dass alle mit euch mitfiebern und sich wünschen, dass ihr einen tollen Tag habt und ihr eigenes dazu beitragen möchten. 

Michele & Carsten

‘Das allen wieder bewusst geworden ist, dass nichts Selbstverstaendlich ist und alle naeher zusammen gerueckt sind und sich alle gegenseitig Mut gemacht haben und viel Positivitaet aufgekommen ist- trotz der Situation.’

Im Vorfeld unserer Hochzeit  haben wir uns wegen Corona viele Gedanken gemacht und umgesetzt. Ea gab:

  • Sichtbare Schleife für alle, als Zeichen um Abstand zu wahren (wurde vor allem von Dienstleistern und Risikogruppen beansprucht)
  • Coronatisch mit Masken, Handsani, Desinfektionstüchern (auch auf der Toilette, der Candybar usw); Brautjunfern sind auch regelmäßig die Notfallkörbchen auf der Toilette desinfizieren gegangen.
  • als wir wussten das es weniger Gäste werden, haben wir trotzdem die gleiche Tischanzahl genommen haben, um noch mehr Platz zwischen den Gästen lassen zu können.
  • Traurednerin hat  alle auf die Maßnahmen aufmerksam gemacht und auch drauf hingewiesen, dass nur die die wirklich gedrückt werden sollen auf uns zukommen sollen- da es für uns ok ist
  • Wir haben beide bis kurz vorher alle sozialen Kontakte gemieden und bewusst im Home Office gearbeitet um kein Risikofaktor für andere zu sein.
  • Auf der Einladung Verständnis vermittelt, für alle die sich nicht sicher fühlen und deswegen nicht kommen wollen. 
  • viel Draussen statt finden zu lassen und die Türen und Fenster zu öffnen um dann eher die Musik etwas leiser zu spielen

Leider wussten wir bis zu 2 Wochen vorher nicht, ob wir heiraten können , ob gelockert wird oder wieder verschärft wir.

Der Veranstalter hatte ebenfalls unter der Unsicherheit von Corona zu leiden und konnte daher uns daher auch nicht immer verlässliche Angaben oder Zusicherungen machen

Die Gäste aus der UK durften leider nicht anreisen und das uns Gäste aus Angst wegen Corona abgesagt haben (ist und war verständlich).

Schön war allerdings, dass wir es durchgezogen haben und versucht haben alle Auflagen durchzusetzen. Das allen wieder bewusst geworden ist, dass nichts Selbstverständlich ist und alle näher zusammen gerückt sind und sich alle gegenseitig Mut gemacht haben und viel Positivität aufgekommen ist- trotz der Situation. Toll war auch, dass uns die meisten Dienstleister immer mit Updates versorgt haben.

Uns hat sehr gefreut, dass das Feedback der Gäste super positiv war und die Gäste es genießen konnten, durch die guten Hygieneregeln und Absprachen im Vorfeld.

Schön war, dass alle gesund geblieben sind, es keine Ansteckungen gab und es durch die Maßnahmen ein Glück kein Superspreader Event war. Sind auch super froh, dass es keine Ansteckungen gab und wir durch das Festhalten am Termin mutig waren, und am Ende die Dienstleister unterstützen konnten.

Wie war es trotz Corona zu heiraten?

Man hat Corona mehr an den Vorbereitungen und der Unsicherheit gemerkt, während dem Fest ist Corona eher in den Hintergrund gerückt.

Im Nachhinein sind wir super froh, dass wir an dem Termin festgehalten haben und geheiratet haben- da wir sehr am Bangen waren im Vorfeld und sich sehr häufig die Bestimmungen geändert hatten.

Mutig aber „Worthwhile“ (Fingernägel abgenagt, da gewisse Challenges aufgekommen sind zB: Hotel für die Übernachtungsgäste ist insolvent gegangen ☹)

Am Ende kam aber alles gut.

Stefanie & Steven


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